
Kyu-Prüfungen (Gürtelprüfungen) sind für jeden Karateka ein wichtiger Schritt auf dem endlos langen Weg des Karate. Mut, Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sind Grundvoraussetzung, diese Herausforderungen anzunehmen.
Am Montag, den 6. Oktober 2026, stellten sich 8 Teilnehmer/innen des im September 2025 gestarteten Anfängerkurses für Späteinsteiger 35+ vom Karate-Zanshin Bergisch Gladbach e.V. ihrer allerersten Kyu-Prüfung. Der Trainer des Kurses, Oliver Tostes (4. Dan), hatte seine Schützlinge in den vergangenen Monaten mit viel Herz und Leidenschaft auf den großen Tag vorbereitet.
Zanshin-Cheftrainer Hardy Berscheid (7. Dan) nahm in seiner Funktion als A-Prüfer des Deutschen Karate Verband (DKV) die Prüfung ab. Den Beisitz übernahm der Trainer Oliver Tostes. In seiner gewohnt ruhigen Art führte Berscheid die Prüflinge in kleinen Gruppen durch die traditionelle Prüfung in Kihon, Kata und Kumite. Gerne gab er, wenn nötig, Tipps und Hilfestellungen und schuf ein unvergessliches Erlebnis in toller Atmosphäre für die aufgeregten Prüflinge.
Hardy Berscheid zeigte sich sehr zufrieden mit den Leistungen und bescheinigte einige gute bis sehr gute Ergebnisse. Oliver Tostes durfte stolz auf seine Schülerinnen und Schüler sein, alle 8 haben die Prüfung zum 8. Kyu (Gelbgurt) klar bestanden. Nachdem alle noch wertvolle Ratschläge für das weitere Training mit auf den Weg bekommen hatte, erhielten alle ihre wohl verdienten DKV-Urkunden und die neuen Gürtel von Prüfer und Trainer.
Sichtlich erleichtert und sehr glücklich zeigt sich die Gruppe mit Hardy Bercsheid (li.) und Oliver Tostes (re.) auf dem abschlie0enden Erinnerungsfoto.
Wir gratulieren allen zur bestandenen Prüfung und wünschen viel Spaß und Erfolg auf dem gemeinsamen Weg des Karate!

Fotos: Zanshin/Berscheid
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In Kassel durfte ich einen ganz besonderen Meilenstein erleben:
Ich habe die Prüfung zum 7. Dan bestanden!
Hinter diesem Satz liegen viele Jahre Training, unzählige Stunden in der Halle, intensive Vorbereitung und die Bereitschaft, mich immer wieder neu mit meinem Karate auseinanderzusetzen. Diese Prüfung war für mich weit mehr als das Erlernen und Perfektionieren von Techniken. Sie war eine intensive Auseinandersetzung mit dem Karate, das mich seit dem größten Teil meines Lebens begleitet – und mit dem Weg, den ich bis hierhin gegangen bin.
Dass dieser Moment für mich eine ganz besondere Bedeutung hat, liegt auch daran, dass meine zweite Hüftoperation gerade einmal zehn Monate zurückliegt. Noch vor nicht allzu langer Zeit ging es darum, wieder auf die Beine zu kommen, Beweglichkeit und Vertrauen in den eigenen Körper zurückzugewinnen und Schritt für Schritt zurück ins Training zu finden.
Zehn Monate später in Kassel auf der Fläche zu stehen und die Prüfung zum 7. Dan abzulegen, macht mich deshalb besonders dankbar. Es hat mir einmal mehr gezeigt, was mit Geduld, konsequentem Training und dem Willen, immer wieder weiterzumachen, möglich sein kann.
Ein solcher Weg entsteht aber nicht allein.
Gemeinsam mit Ralf Vogt und Wolfgang Stramka durfte ich mich auf die Prüfung vorbereiten. Wir haben miteinander trainiert, voneinander gelernt, uns gegenseitig gefordert und auch kritisch begleitet. Gerade diese gemeinsame Zeit hat mir gezeigt, wie wertvoll es ist, einen anspruchsvollen Weg nicht allein gehen zu müssen. Danke Jungs👊
Auf den letzten Metern haben mich Bernd Milner und Georg Karras mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihrem Blick für die entscheidenden Details unterstützt. Ihr Feedback und ihr letzter Feinschliff haben mir geholfen, mich noch einmal gezielt auf die Prüfung vorzubereiten. Dafür bin ich sehr dankbar.
Oss!
Ein ganz besonderer Dank gilt meinem Schüler Yannick Drescher.
Für meine Vorbereitung haben wir die Rollen getauscht: Plötzlich war ich wieder Schüler, stand in der Reihe, hörte zu und trainierte. Trotz seiner jungen Jahre verfügt Yannick über eine große fachliche Expertise und einen außergewöhnlich guten Blick für Technik und Details. Er hat die Trainingseinheiten gezielt auf mich und meine Vorbereitung abgestimmt und mich intensiv auf meinem Weg zur Prüfung unterstützt. Diese Erfahrung hat mich besonders berührt. Viele Jahre gibt man als Trainer sein Wissen und seine Erfahrung weiter – und irgendwann steht man selbst wieder als Schüler vor einem Menschen, den man auf seinem eigenen Karate-Weg begleiten durfte.
Für mich schließt sich damit ein besonderer Kreis.
Auch viele andere Trainer haben mein Karate geprägt und meine Entwicklung begleitet. Einer von ihnen ist Efthimios Karamitsos. Von seiner Erfahrung, seinem technischen Verständnis und seiner klaren Art zu unterrichten habe ich besonders profitiert. Seine Impulse wirken bis heute in meinem Karate weiter und haben meinen Weg nachhaltig beeinflusst.
Schöner kann sich dieser Kreis kaum schließen: Wissen wird weitergegeben, aufgenommen, hinterfragt und irgendwann selbst weitergetragen.
Dass ich den 7. Dan im Jahr unseres 30-jährigen Vereinsjubiläums von Karate Zanshin Bergisch Gladbach erreichen durfte, macht diesen Moment noch besonderer.
30 Jahre Verein. Lange Jahre Karate. Zwei Hüftoperationen. Und gerade einmal zehn Monate nach der zweiten Operation der 7. Dan.
Wenn ich heute darauf zurückblicke, erfüllt mich das vor allem mit Dankbarkeit.
Der 7. Dan steht für mich nicht nur für eine bestandene Prüfung. Er steht für Ausdauer, Vertrauen, Gemeinschaft und für die Menschen, die einen auf dem eigenen Weg begleiten. Er erinnert mich daran, dass Entwicklung niemals allein geschieht und dass man auch nach vielen Jahren immer Schüler bleibt.
Karate bedeutet für mich, neugierig zu bleiben, weiter zu lernen, mich selbst immer wieder zu hinterfragen und jeden Tag ein kleines Stück an mir zu arbeiten.
Der 7. Dan ist deshalb kein Schlusspunkt. Er ist ein weiterer Schritt auf einem Weg, der hoffentlich noch lange weitergeht.
Und einen Menschen möchte ich ganz zum Schluss nennen.
Meinen größten Dank möchte ich meiner wunderbaren Frau widmen.
Sie hat mich mit meiner Leidenschaft für Karate kennengelernt und wusste von Anfang an, wie viel Zeit, Kraft und Herzblut dieser Weg verlangt. Sie hat mir über all die Jahre den Rücken freigehalten, mir den notwendigen Freiraum gegeben und mich gerade dann gestärkt, wenn es nötig war.
Viele Stunden, die ich in der Halle verbringen durfte, waren auch Stunden, in denen sie auf mich verzichten musste. Dass sie diesen Weg trotzdem immer mitgetragen und mich dabei unterstützt hat, ist alles andere als selbstverständlich.
Auch deshalb gehört ein Stück dieses 7. Dan ihr. ❤️
Danke an alle Menschen, die mich bis hierhin begleitet haben.
OSS – der Weg geht weiter.





Fotos: Berscheid/privat
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Karate-Zanshin hat die Zeichen der Zeit erkannt. Am vergangenen Wochenende schlossen Sara Steverding und Annina Langensiepen erfolgreich ihre Ausbildung zu lizensierten Guardian Girls Karate Trainerinnen beim Deutschen Karate Verband (DKV) ab. Damit dürfen die beiden nun Kurse für Frauen abhalten, die zur Förderung der Geschlechter-Gleichstellung und der Ermächtigung von Frauen durch Karate-Training gegen geschlechts-bezogene Gewalt dienen.
Sara und Annina erfüllen einen hohen Anspruch: Grundlagen in Selbstverteidigung und Selbstbehauptung, Täter-Opfer-Psychologie, Zielgruppenorientiertes SV-Training im Frauenbereich, Methodik und Didaktik für das Training von Frauen, Rechtliche Aspekte der Selbstverteidigung. Beiden zeigten vorbildlichen Einsatz und erhielten strahlend und voller Stolz ihre Urkunden vom DKV-Vize Stefan Krause (oben im Bild links) und Guardian Girls Instructor Ulrike Maaß (oben rechts im Bild).

Einen ganz besonderen Tag hatten die aufstrebenden Braungurte Eliya (15) und Tobias (14) von Karate-Zanshin Bergisch Gladbach e.V., als sie am Samstag, den 12. September 2026, in Köln einen Lehrgang des Kata-Bundestrainers Efthimios Karamitsos (70j., 8. Dan) besuchten.
Für beide war es der erste externe Lehrgang außerhalb des eigenen Dojos. Hardy Berscheid, Cheftrainer von Karate-Zanshin erzählt: „Wenn sich einem die Gelegenheit bietet, einen Lehrgang mit Efthimios Karamitsos zu besuchen, darf man sich das nicht entgehen lassen. Es ist sehr anspruchsvoll, aber man kann auch unfassbar viel lernen. Ich war auch dort. Eliya und Tobi haben sich gut präsentiert und konnten viele wichtige Erfahrungen und neue Ideen für ihr weiteres Training mitnehmen!“
Erschöpft, aber sichtlich stolz präsentieren sich Eliya (li.) und Tobias (re.) mit dem Bundestrainer Efthimios Karamitsos auf den Erinnerungsfoto.
Foto: Zanshin
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Der Karate Dachverband Nordrhein-Westfalen rief am Samstag, den 12. September 2026, wieder die besten Karatekas des Bundeslandes zur jährlichen Landesmeisterschaft NRW der Jugend, Junioren und U21 zusammen. Ganze 172 siegeshungrige Athletinnen und Athleten folgten dem Ruf in die Sporthalle Adlerbrücke in Wuppertal zum Kampf um die prestigeträchtigen Edelmetalle. Karate-Zanshin Bergisch Gladbach e.V. schickte unter Cheftrainer Hardy Berscheid (6. Dan, A-Trainer) seinen 16-jährigen Kaderathleten Michele Steverding (Junior-Dan) und dessen ebenfalls 16-jährigen Kaderkollegen Marlon Picone (Junior-Dan) auf die blau-roten Tatami. Teamkollegin Paula Hecker (16j., 1. Kyu) konnte auf Grund einer Trainingsverletzung leider nicht antreten.
Weiterlesen: Michele Steverding ist Vize-Landesmeister NRW 2026